Aktuelle Corona-Information vom 23. Juli 2020

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner,

sehr geehrte Zu- und Angehörige,

die erste Woche seit Beendigung der zweiten Corona-Krise liegt hinter uns allen. Es tut gut, wieder etwas normaler zu werden.

Wir haben am vorgestrigen Abend gemeinsam mit allen Bewohner im Garten etwas gesungen, getrunken und Grillwürstchen gegessen. Allerdings waren die Bewohner nach Wohnbereichen in getrennten Tischgemeinschaften unterteilt. Nur so können derzeit übergreifende Aktivitäten angeboten werden. Auch das Kommen und Gehen war nach Wohnbereichen getrennt straff organisiert.

Ab dem 04. August finden wieder kleine Gottesdienste in der Kapelle statt. Daran können immer nur Bewohner zweier Wohnbereiche teilnehmen, die in der Kapelle auch räumlich getrennt voneinander sitzen. Und durch einen gewissen Rhythmus sind dann alle Wohnbereiche und Bewohner an der Reihe.

Wir freuen uns ebenfalls, dass auch die ersten Ehrenamtlichen wieder in die Einrichtungen kommen können. Auch hier gibt es eine feste Zuordnung nach den unterschiedlichen Bereichen. Begonnen haben wir in dieser Woche mit den ehrenamtlichen Begleiterinnen der Hospizgruppe Raphael.

Wir freuen uns auch, Ihnen alle wieder als Besucher begegnen zu können.

Aber leider muss ich auch etwas meckern. Und mir ist bewusst, dass ich damit immer die Falschen treffen. Die, die es betrifft, lesen die Besucherregelungen offensichtlich nicht. Dennoch: Große Sorge macht uns in vielen Bereichen das Verhalten der Besucherinnen und Besucher. Während sich der überwiegende Teil hier verantwortungsbewusst und kooperativ verhält, haben wir eben auch tägliche Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Besuchern. Entweder sind es vorsätzliche Verstöße gegen Regeln oder eine hohes Maß zur Bereitschaft an Diskussion und Verhandlung. Hierzu möchten wir Folgendes festhalten:

1.     Im Zimmer und im körpernahen Kontakt ist zwingend ein Mundschutz zu tragen. Wir können es nicht verstehen, dass Besucher und Bewohner im Zimmer den Mundschutz abnehmen. Wir als Mitarbeiter haben die Vertrautheit des Besuches zu respektieren – bitte respektieren Sie unsere Verantwortung und zeigen Sie sich auch für anderen Menschen verantwortlich, in dem Sie die Hygieneregeln zur Vermeidung von Infektionen akzeptieren.

2.     Besuche außer Haus sind möglich und wir wissen, dass die Bewohner es genießen, mal nicht in der Einrichtung sein zu müssen. Wir weisen dennoch ausdrücklich darauf hin, dass bei Besuchen außer Haus die Verantwortung bzgl. der Eingehung möglicher Infektionsrisiken nicht bei der Einrichtung, sondern bei den Besuchern und den Bewohnern liegen. Von daher bitten wir um Unverständnis bzgl. der vermehrten Nachfragen, dass wir uns zu außerhäusigen Besuchen neutral verhalten und äußern. Wir werden keine Empfehlungen aussprechen und auch keine Genehmigungen. Die gesetzlichen Regelungen sind hier sehr deutlich und klar.

3.     Bei gemeinsamen Autofahrten bitten wir Besucher und Bewohner darum während der Fahrt einen einfachen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Vielleicht darf ich noch ein Wort zum Thema Verantwortung sagen: Mehrfach haben mir Besucher in den vergangenen Wochen gesagt, ich solle mir keine Sorgen um Verantwortung machen. Diese würde die Besucher schon übernehmen, z.B. bei längeren außerhäusigen Besuchen oder Besuchen von Familienfeierlichkeiten und Festen. Das mag wohl sein. Wir übernehmen in dieser Zeit keine Verantwortung – aber wir haben im Falle eines Falles die Konsequenzen zu tragen.

Wir bitten Sie eindringlich, die Besucherregelungen einzuhalten. Und ich bedanke mich bei den gefühlt 90 Prozent der Besucher, die sich hieran halten und mit uns gemeinsam an einem Strang ziehen.

Allen Anderen möchte ich sagen: Es gibt Dinge im Leben, die sind derzeit unverhandelbar. Und hier folgen wir dem Ordnungsrecht nach Weisung aus der derzeit gültigen Allgemeinverfügung des Landes NRW und der aktuellen Corona-Schutzverordnung. Und: Es geht immer noch um den Schutz von Menschen – nach wie vor.

Vielleicht berücksichtigen Sie dabei auch, dass wir derzeit alle etwas angespannt, nervös und ängstlich sind. Die Ereignisse der letzten Wochen und Monate haben bei uns Mitarbeitern tiefe Spuren hinterlassen. Mut muss wieder erlernt werden – geben Sie uns hierfür ein wenig Zeit. In besonderen Fällen, die vielleicht in einer Besucherregelung nicht zu fassen sind, kommen Sie gerne auf uns zu und lassen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Vielen Dank.

Die Besucherregelungen liegen in den Einrichtungen zum Mitnehmen aus und werden auch mit der kommenden Heimkostenabrechnung versendet.

Freundliche Grüße

Einrichtungsleitung

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